WSA gratuliert Prof. Dr. Linda Weiss zur Professur an der RUB
Antrittsvorlesung „Molecular Mechanisms of Phenotypic Plasticity: Adaptive Responses Meet Global Change" am 28.01.2026
Wir freuen uns sehr über die Berufung unseres WSA-Mitglieds Prof. Dr. Linda Weiss auf die Professur für Global Change Ecology an der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Seit dem 1. Januar 2026 verstärkt sie die Fakultät für Biologie und Biotechnologie mit ihrer Expertise in ökologischer Forschung und Lehre. In ihrer Antrittsvorlesung stellte sie eindrucksvoll ihre Arbeiten zu den Auswirkungen von Umweltstress auf Räuber-Beute-Beziehungen in Süßwasserökosystemen vor – ein Thema von großer Bedeutung angesichts von Klimawandel und anthropogenen Einflüssen.
Linda Weiss hat ihren akademischen Weg an der RUB begonnen: Sie studierte Biologie und promovierte 2011 an der International Graduate School of Neuroscience. Es folgten Forschungsaufenthalte u. a. an der Ludwig-Maximilians-Universität München und in Birmingham/UK, bevor sie 2016 als Gruppenleiterin an die RUB zurückkehrte. Für ihre herausragenden Leistungen wurde sie 2021 mit dem Walther-Arndt-Forschungspreis der Deutschen Zoologischen Gesellschaft ausgezeichnet und habilitierte sich 2022 in Zoologie und Ökologie.
In ihrer Forschung verbindet Prof. Weiss molekulare, neurobiologische und ökologische Ansätze, um zu verstehen, wie ökologische Interaktionen und Anpassungsmechanismen unter globalen Umweltveränderungen beeinträchtigt werden. Sie untersucht beispielsweise, wie Schlüsselarten wie Daphnia auf veränderte Umweltbedingungen reagieren und welche Konsequenzen das für Nahrungsketten und Ökosystemfunktionen hat.
Auch in der Lehre engagiert sie sich stark, insbesondere im interdisziplinären Masterstudiengang Biodiversität, der gemeinsam mit der Universität Duisburg-Essen angeboten wird.
Die WSA gratuliert Prof. Dr. Linda Weiss herzlich zu dieser bedeutenden Berufung und wünscht ihr weiterhin viel Erfolg in Forschung und Lehre und freuen uns auf die gemeinsamen Aktivitäten im Rahmen der Water Science Alliance!

© Sonja Rückert